Hallo ihr Lieben!

Neulich ist mir was aufgefallen: ich schaffe gar nichts mehr. Alles bleibt gerade liegen – das Geschirr in der Küche, die Überweisung für einen Einkauf, der nötige Termin beim Arzt….in letzter Zeit tue ich mich extrem schwer in die Puschen zu kommen. Und das geht anscheinend nicht nur mir so. Die Frühjahrsmüdigkeit schlägt mit voller Wucht um sich.

Besonders in den ersten warmen Monaten, wenn sich die Sonne wieder länger zeigt, sind wir enorm anfällig für Erkältungen, Schnupfen und Husten. Das Immunsystem ist vom Winter geschwächt, die Vitamin-Depots langsam leer – und gerne wird der Sonnenschein überschätzt und wir gehen viel zu dünn angezogen nach draußen. Kommen dann noch Stress oder kleine Krankheiten dazu, überfordert das schnell.

Müdigkeit kann zudem auch noch andere Gründe haben:

  • – Stress in der Arbeit und im Privatleben
  • – Zu hohe Ansprüche an einen Selbst alles schaffen zu müssen
  • – Heuschnupfen (der mit oder ohne Tabletten einfach nur anstrengend ist)

 

Natürlich könnte ich euch jetzt mit gängigen Tipps kommen (mehr Obst essen, viel trinken, Zwiebellook tragen, leichten Sport machen), aber das schlägt mir zu sehr in die Leistungskerbe. Müssen wir denn dauernd volle Leistung bringen? Immer den Vorstellungen der Gesellschaft oder anderer Leute entsprechen? Für den Chef, die Arbeit, den Verein alles geben? Fakt ist doch: der Frühling ist eine Umstellung, die sich körperlich bemerkbar macht. Warum kämpfen wir dauernd dagegen an?

Sich annehmen lernen

Viel mehr sollten wir unserem Körper Zeit geben sich an die neue Jahreszeit zu gewöhnen und ihn unterstützen. Das ist vergleichbar mit einem Jetlag – da hat man auch Verständnis für seinen Körper und versucht ihn langsam wieder zurück zu gewöhnen. Warum gelingt uns das nicht bei der Umstellung der Jahreszeiten? Ich habe drei Tipps für euch, wie ihr euren Alltag entschleunigt, zu mehr Kraft findet und nicht gegen, sondern mit der Frühjahrsmüdigkeit arbeitet.

  • – Trinkt viel Wasser, vor allem gleich morgens. Auch Kräutertees (kein Lavendel!) helfen eurem Körper bei der Umstellung
  • Meditiert: am Besten zwei Mal in der Woche 10-15 min. Damit findet ihr eure innere Mitte und die Gelassenheit die Situation so anzunehmen wie sie ist. Hier findest du Anleitungen.
  • – Geht raus in die Natur: Je öfter ihr draußen seid, desto schneller gewöhnt sich euer Körper an die neue Jahreszeit. Tag und Nacht regeln seit Uhrzeiten unseren biologischen Rhythmus – bekommen wir mehr Licht, werden wir wacher. Bewegung kurbelt außerdem den Stoffwechsel an und die frische Luft lässt euch Abends gut schlafen.

 

Versuche diese Vorschläge eine Woche lang – du wirst sehen, dir wird es besser gehen!

Wenn du dich mit Kaffee vollpumpst, um ganze Leistung zu bringen, hilft dir das nicht. Im Gegenteil: Stress und Koffein belasten deinen Körper nur zusätzlich. Die Einstellung auf die jahreszeitlichen Wechsel sind völlig normale physiologische Prozesse, die bei uns ablaufen. Deshalb:

Nehm dich so an, wie du bist! Schenk deinem Körper Zeit und Geduld, unterstütze ihn und horch’ in ihn hinein.

 

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