Ich habe ja schon in meinem letzten Post darüber geschrieben, dass ich den Sommer in München mag. Respektive den August – wenn die halbe Stadt ausgeflogen ist, morgens weniger Berufsverkehr ist und alles irgendwie träge und halb so schlimm ist. Eine Art Hypnose der Hitze. Aus der alle erst wieder in den kühlen Abendstunden erwachen. Um dann umso schöner draußen unter Lichterketten mit Musik im Hintergrund zu feiern. Sich selbst, das Leben und die bereits erreichte Sommerbräune.

Diese Sommernächte sind die perfekten Gelegenheiten für romantische Dates. Spaziergänge an der Isar, in der Hand ein Bier, eine leichte Brise – mehr braucht es nicht. Der Mond ist da nur noch die Kirsche auf dem Eisbecher. In diesen Stunden scheint die Zeit langsamer zu vergehen….das habe ich versucht in einem Gedicht einzufangen. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass das eines meiner ersten Gedichte ist, die ich wirklich ernsthaft also solches betrachtet habe (teenagermäßige Dramaausbrüche in Reimform gehören definitiv nicht dazu). Hier lest ihr also ein wirkliches Anfangswerk.

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Und dann gibt es da ja noch Gewitter. Nicht einfach irgendwelche Gewitter, nein, Sommergewitter! Die sind ganz besonders: schnell, bedrohlich, heftig – die ganze Luft vibriert und erlöst die Hitzeleidenden mit einem kräftigen Tusch. Platsch! Kaum ist der Regen vorbei, linst die Sonne wieder hervor, der Himmel wird blau und eine halbe Stunde später tut die Welt so, als wäre nichts passiert. Ich finde das faszinierend! Wie ein Waschprogramm der Natur, kurz durchspülen, schleudern – wieder sauber. Nach so einem Gewitter ist folgendes Gedicht entstanden:

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