Hallo ihr Lieben!

Neulich war ich bei einem sehr interessantem Workshop – es ging um die Button Masala Technik. Mit dieser Technik aus Indien kann man seine Kleider ohne Nähen knöpfen….richtig gelesen! Wenn ihr euch jetzt denkt “Wie soll das denn bitte gehen?” – ich zeig es auch in diesem Blogpost. Ich hab die Technik bei Anna von albers artwork gelernt, wenn ihr interessiert seid, mehr darüber zu lesen => hier gehts zu ihrer Website!

Die Grundlagen dafür sind:

  • Stoff
  • Gummiringe
  • rund Plastikplättchen

Zusätzlich braucht ihr noch eine Schere und Stecknadeln. Das Starter-Kit zum Ausprobieren bekommt ihr übrigens hier.

credit: albersartwork

Dann legt ihr euch euren Stoff zurecht (Jersey ist am Besten dafür) und überlegt, wie ihr ihn um euren Körper drapieren wollt. Im Workshop haben wir mit dem ganzen Stoff gearbeitet, ich hab aber zu Hause gemerkt, dass es viel leichter ist, wenn man einen groben Schnitt hat, vor allem bei einem dickeren Stoff. Andernfalls hat man zu viel Stoff, der auch unnötig aufträgt.

Anna erklärt, wie die Technik am Kleidungsstück funktioniert

Durch die Knöpf-Technik entstehen sanfte Raffungen und figurschmeichelnde Abnäher, aber auch extravagante Details, die das Kleidungsstück wie ein Designerteil aussehen lassen! In dem 5-stündigen Workshop bei Anna hab ich angefangen dieses Kleid zu knüpfen. Ich bin leider nicht fertig gewordenen, weil ich es arg zu genau genommen hatte und alles perfekt haben wollte 🙂

Schulterdetail mit einem Knopf

Das interessante an dieser Technik ist, dass man alles per Hand macht, es ist keine Maschine involviert und man muss sich von klassischen Vorstellungen wie Stoffkanten einsäumen, Schnittmuster machen etc. verabschieden. Es ist eine völlig neue Art des Nähens!

Ich fand das sehr spannend und hab zu Hause mit den Buttons und Gummis, die in meinem kleinen Starter-Kit waren noch ein weiteres Teil gemacht, ein Shirt aus Satin. Das ging sogar besser als der Baumwollstoff, den ich im Workshop hatte, weil der Stoff schöner fließt. Außerdem hatte ich einen groben Schnitt von einem Lieblingsshirt kopiert und ca. 10% mehr Stoff da zugegeben, wo ich die Knöpfe setzen wollte. Das hat gut funktioniert.

Hier seht ihr, dass ich den Stoff grob eingesäumt und zusammengenäht habe. Ich hab die Knöpfe nur als Zierde eingesetzt, sie haben nur oben an der Schulterpartie eine verbindende Funktion.

Fazit: falls ihr schon immer einmal eine neue DIY Technik ausprobieren wolltet, seid ihr hier richtig! Der Workshop ist eher für Nähanfänger geeignet, da er so ganz anders aufgebaut ist wie das normale Vorgehen beim Nähen. Nähprofis dürften sich ein bisschen schwer tun, den Kopf von Vorstellungen wie Schnittmuster, Säume, Abnäher und so weiter zu befreien. Ich hab mich damit am Anfang zumindest schwer getan. Auch für Jugendliche ist der Workshop gut geeignet, um die ersten Schritte Richtung nähen zu gehen.

Am 21. Oktober und 11. November gibt es weitere Workshops in München – und für alle anderen weiter weg gibt es das DIY-Starter-Kit zum ausprobieren und Youtube 🙂