Hello ihr!

Ich habe heute mal wieder ein DIY für euch – und zwar für einen ganz einfachen Makramee-Wandbehang. Geeignet für Anfänger, denn ich bin in der Technik auch nicht sonderlich bewandert und habe es gut geschafft.

Als ich diesen goldenen Messingring im Bastelladen gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich damit ein Makramee fürs Schlafzimmer machen möchte. Ich finde so etwas Boho-Style macht ein Schlafzimmer echt gemütlich!

Ihr braucht für das Makramee:

  • eine Schere
  • Makramee-Garn in 3mm (von Amazon oder aus dem Bastelladen)
  • einen Reif
  • eventuell etwas Heißkleber

1. Legt zuerst fest, wie lang euer Wandbehang sein sollen und testet das mit einem Stück Schnur. Beachtet, dass durch das Knüpfen noch etwas an Garn gebraucht wird und die Schnur kürzer wird. Habt ihr eure Länge (bei mir waren das ca. 60 cm), dann nehmt ihr diese Länge doppelt und schon habt ihr euer Maß. Von dieser Länge schneidet ihr jetzt 12 Garnstücke ab

2. Jetzt knotet ihr eure Garnstücke mit dem Grundknoten, dem doppelten halben Schlag oder auch Lerchenkopfknoten, an den Reif. Sechs Stück auf der einen, sechs Stück auf der anderen Seite. Dazu legt ihr euer Garn in der Hälfte zusammen, legt die Schlaufe unter den Reif, zieht den Loop oben über den Reif und zieht die Schnur da durch.

Zum Schluss sieht das dann so aus

3. Nun “flechten” wir das Muster. Dazu nehmen wir immer einen Strang von der einen Seite und legen diesen auf die andere. Dann folgt das Gleiche mit der Gegenseite. Und so wechseln wir uns ab, bis alle Stränge übereinander liegen. 1x links nach rechts, 1x rechts nach links usw.

4. Jetzt werden die Enden am Reif befestigt. Dazu nehme ich den Webleinstek, das ist ein Seemannsknoten. Ja ich weiß, kein Makrameeknoten im eigentlichen Sinne, aber hält ja trotzdem 🙂

Den Knoten macht ihr so: Ihr legt den Faden über den Reif und führt ihn einmal drum herum.

Dann kreuzt ihr über den Faden nach rechts….

Dann führt ihr den Faden von hinten wieder durch die Schlaufe.

Am Ende sollte euer Knoten so aussehen. Das macht ihr jetzt mit jedem Faden. Achtet darauf alle gleichmäßig stark zu spannen.

So sieht der Wandbehang dann nach dem letzten Schritt aus

Eigentlich könnte man das Ganze jetzt schon so lassen. Ich wollte doch noch etwas mehr Flechtwerk haben und hab mich für ein einfaches Muster mit Reffknoten oder Weberknoten entschieden.

Dazu lasst ihr die äußersten zwei Fäden frei und knotet an jeweils vier Fäden euren Knoten. In der ersten Reihe sind das bei mir 5, in der zweiten dann versetzt um zwei Fäden, 4 Reffknoten, in der dritten Reihe drei usw.

Als Abschluss der Reffknoten habe ich den vertikalen Rippenknoten verwendet. Hier findet ihr eine gute Anleitung. So wird das Muster von den Reffknoten schön eingerahmt und löst sich nicht auf.

Das ist mein fertiger Behang. Toll, oder? Das Ganze hat mich knapp zwei Stunden an Zeit gekostet, perfekt für einen Winterabend nach der Arbeit!

Viel Spaß beim nachmachen!