Hallo ihr Lieben!

Wenn ihr schon länger meinem Blog folgt, wisst ihr, dass ich sehr gerne reise. Meine letzte große Reise war 2018 – da hab ich einen Roadtrip im Süden Englands unternommen. Danach war ich nur nochmal für ein langes Wochenende in Prag (Anreise mit dem Bus) und in Salzburg (Anreise mit Auto wegen Corona-Anfängen). Zu einer größeren Flugreise konnte ich mich trotz Fernweh nicht wirklich durchringen – das schlechte Gewissen zwackte ordentlich.

Nun liegt eine stark belastende Corona-Zeit hinter mir und ich hab unendliche Sehnsucht nach England und dem Reisen an sich. Was tun? Dass der Verkehr der Umwelt schadet hat sich noch nie so deutlich gezeigt wie während dem Lockdown. Venedigs Wasserkanäle wurden wieder klar, Fische kamen zurück, der Himmel über China war nicht mehr Smog-verhangen und in München stieg die Luftqualität in der Stadt deutlich. Wie kann ich trotzdem reisen und nachhaltig sein? Ist das nicht ein Widerspruch an sich?

Ich hab für mich – und das muss jede/r ganz klar für sich selbst entscheiden – beschlossen, dass ich nicht auf das Reisen verzichten möchte. Aber: ich kann versuchen es möglichst nachhaltig zu gestalten. Eine Flugreise im Jahr möchte ich mir gerne erlauben. Insgesamt hab ich mir einige Alternativen ausgedacht, mit denen ich in Zukunft mein Reisen nachhaltiger gestalten will. Vielleicht ist ja die eine oder andere Idee auch etwas für euch.

  • – CO2-Ausgleich: Ok, das ist echt Nachhaltigkeit für Faule, zugegebenermaßen. ABER, fliegen mit CO2-Ausgleich ist immer noch besser, als fliegen ohne! Das funktioniert ganz einfach: ihr berechnet über eine Website euren CO2-Austoß für die bevorstehende Reise. Der Rechner ermittelt euch wie hoch die Ausgleichszahlung ist und voilá, jetzt müsst ihr diese nur noch an das Klimaschutzprojekt eurer Wahl senden. Welche Anbieter empfehlenswert sind lest ihr z.B. hier

  • – Bus/Bahn-Reisen: Reisebusse sind mit durchschnittlich 32 Gramm CO2/Km die emissionsärmste Art schnell zu reisen. Bahnfahrten schlagen mit 41 Gramm zu Buche (Stand: 2016, Umweltbundesamt). Im Vergleich zum PKW (142 Gramm) sind sie somit die bessere Alternative. Ich bin z.B. wunderbar mit einem Reisebus nach Prag gefahren – völlig stressfrei, ohne Parkplatzsuche. Leider finde ich die Preise der Deutschen Bahn manchmal völlig überzogen. Da muss man sich nachhaltiges Reisen erstmal leisten können…

hand, die einen kompass hält
Quelle: unsplash
  • – Mitfahrgelegenheit: wenn euch die Bahn zu teuer ist und kein Bus fährt, versucht es doch mal mit einer Mitfahrgelegenheit! Ich bin vor ein paar Jahren über mehrere Etappen und Besuch bei Freunden (inkl. Übernachtung) mit Mitfahrgelegenheiten von München bis Stralsund gefahren. Das war für mich relativ entspannt, deutlich günstiger und der PKW fuhr immerhin mit mehr als einer Person. Insider-Tipps von Einheimischen gab’s obendrauf!

  • – Wandern: ich gebe zu, ich wohne privilegiert für Wandertouren. Aber auch außerhalb des Alpenvorlands gibt es tolle Wandertouren und Camping-Routen! “zu Fuß” mag die unpopulärste aber doch die nachhaltigste Variante des Reisens sein. Und wenn einen die Öffentlichen ein Stück in die richtige Richtung bringen, ist das auch immer noch sehr sehr gut! Überlegt es euch, das Gute liegt meist nah, an dem Spruch ist was dran. Packt eure Wanderschuhe und sucht euch für den Anfang kleine Strecken mit 2-3h aus. Die könnt ihr dann von Mal zu Mal steigern und irgendwann auch mal eine Übernachtung einbauen. Ich bin meist mit meinem roten Trekking-Rucksack unterwegs. Da passt alles rein, was ich für ein paar Tage in den Bergen brauche.

gepackter rucksack mit wanderschuhen
nachhaltig reisen – am besten zu fuß?

Habt ihr noch weitere Vorschläge für nachhaltiges Reisen? Ich meine, außer überhaupt nicht zu reisen? 😀 Schreibt es mir gerne in die Kommentare!