Hallo ihr Lieben!

Heute kommt mal wieder ein klassischer Blogpost – eine Review zu einem Beautyprodukt! Allerdings passt dieses gerade vortrefflich in meine aktuelle Plastikfasten-Challenge und schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe! Vor einer Weile schon war ich zu dem O’right Event in München eingeladen. Ich teste die Produkte gern eine Zeit lang, bevor ich euch davon berichte….falls ihr euch wundert warum die Review zu dem Instagram Post erst nach zwei Monaten kommt. Nur so kann ich euch meiner Meinung nach eine gute Review schreiben mit einer fundierten Meinung.

Das Event fand im außergewöhnlichen Amba Salon in der Nähe vom Odeonsplatz statt. Anbei ein paar Eindrücke…

©sebastiangabriel

©sebastiangabriel

©sebastiangabriel

©sebastiangabriel

Was verspricht O’right? Die Produkte sind zuallererst einmal

  • Hormon-frei
  • Sulfattensid-frei
  • Phtalat-frei
  • Bindemittel-(DEA)frei
  • Parabene-frei
  • EO-(ethylen oxide)frei
  • Formaldehyd-frei
  • Farbstoff-frei

Zudem wird bei der kompletten Herstellung (von der Produktion mit Solar-und Windenergie bis zum Marketing mit Sojatinte bedruckten Flyern) alles auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Es werden nur natürliche Inhaltstoffe verwendet, wie z.B. Grüner Tee, Teebaumöl, Bambusblätter, Goji Beere, Golden Rose, Purple Rose, Kamelie und Löwenzahn. Die Verpackungen sind alle recyclebar und vor allem die Shampooflaschen zerfallen dann zu Humus (auch die Verschlusskappen aus Bambus). Bei den Produkten, wo “Tree in a bottle” drauf steht, kann man den Flaschenboden einpflanzen und mit ein bisschen Glück wird ein Baum daraus. Der schonende Umgang mit Wasser liegt O‘right auch am Herzen. Im Headquarter in Taiwan wurde ein Recyclingsystem für Regenwasser und Wasser aus der Produktion errichtet. Dadurch wird der Wasserverbrauch deutlich gesenkt. Durch die ergiebige und gleichzeitig dünnflüssigere Konsistenz ohne Bindemittel, lässt sich das Shampoo leichter auswaschen. Das soll eine Wasserersparnis von bis zu 30% gewährleisten. Mehr könnt ihr hier auf der Seite nochmal nachlesen.

Klingt ja alles fast zu schön um wahr zu sein, oder? Aber was kann die Haarpflege denn jetzt? Mir wurden zwei Produkten zum testen zur Verfügung gestellt: einmal das Green Tea Shampoo für trockenes/normales Haar und das Rose Hip Seed Oil.

Green Tea Shampoo:

O’right gibt es ja nur in ausgewählten Frisörsalons und online zu kaufen. Darüber hinaus sollte man sich am Besten vor Ort von den Spezialisten in die Handhabung einweihen lassen. Das Shampoo ist Handwerkszeug. Also nichts für den unerfahrenen Benutzer – so wurde mir suggeriert. Ich war also sehr gespannt, ob ich denn mit diesen Pflegeprodukten richtig umgehen kann. Ich konnte. So schwierig war es nun auch wieder nicht. Wenn man schon einmal ein konzentriertes Shampoo benutzt hat, dann weiß man, dass man einfach nicht viel braucht und es sich ein wenig anders verhält als herkömmliche Produkte aus der Drogerie.

Hands down: das Shampoo riecht gut und macht die Haare sauber. Allerdings waren sie spätestens nach 1 1/2 Tagen wieder fettig und nicht wie sonst nach 2 Tagen. Das heißt, ich musste vermehrt zu Trockenshampoo greifen, was ich nicht so toll fand. Einmal ist ein bisschen von dem Shampoo in die Nähe meiner Augen gekommen und ich hab sofort das Teebaumöl gemerkt. Das hatte so ein frisches, mentholartiges Gefühl zur Folge und meine Augen haben gebrannt. Was passiert erst, wenn ich das direkt in die Augen bekomme? Durch die Winterzeit ist meine Kopfhaut mittlerweile recht trocken und juckt teilweise auch. Ich setzte große Hoffnungen in das Shampoo, dass es den Juckreiz lindert bzw. beseitigt. Hat leider gar nicht funktioniert.

Vielleicht doch ein Produkt für Profis only?

Rose Hip Seed Oil:

Das Haaröl riecht, wie einfach alle Produkte von O’right, fantastisch. Wirklich, ich bin selten dufttechnisch so begeistert von einer kompletten Range. Ich gebe es in die noch feuchten Spitzen und massiere es gut ein, bevor ich dann meine Haare föne. Über die Zeit hatte ich schon mehrere Haaröle getestet. Manche haben die Spitzen noch trockener gemacht, andere ließen sich nur schwer einarbeiten oder ware nur für die Anwendung in trockenem Haar gedacht. Aber bei diesem hier funktioniert einfach alles. Ich hab es sowohl ins feuchte als auch trockene Haar gegeben, konnte es gut einarbeiten und meinen Haaren hat es sichtlich gut getan. Zudem braucht man wirklich wirklich wenig von dem Produkt, es hält einem ewig.

Daumen hoch von mir!

Fazit:

Alles in allem finde ich das Konzept der Marke nach wie vor ansprechend. Nur, warum man über seine Produkte sagt, dass sie nur von Profis angwendet werden können, wenn man damit an den Endkunden möchte, verstehe ich nicht so ganz. Aber gut, über Marketing wollte ich hier nicht reden.

Mit dem Ergebnis des Shampoos war ich nicht wirklich glücklich. Vielleicht brauche ich ein anderes, vielleicht hab ich es falsch angwendet – Fakt ist, dass ich lieber wieder auf meine Haarseife umgestiegen bin. Das Haaröl dagegen fand ich richtig gut!

Würde ich mir die Produkte wieder kaufen? Eher nein. Zum einen ist da die schwierige Beschaffung und zum anderen ist da der Preis. 21€ für ein Shampoo bzw. 15€ für ein Haaröl finde ich echt happig. Klar, damit bezahlt man auch sein gutes Gewissen etwas umweltschonendes gekauft zu haben und nicht wieder eine 2-3€ Flasche von Proctor&Gamble in der Hand zu halten. Aber ganz ehrlich: meine Haarseife kostet um die 5-6€, reicht mir von der Anwendung fast doppelt so lange und kommt ohne Verpackung und lange Frachtwege aus Taiwan aus.

Nachhaltigkeit und Plastikfrei finde ich klasse, keine Frage! Aber da liegt das Gute für mich so nah, dass ich nicht auf stylishe (teure) Produkte aus Fernost zurückgreifen muss. 😉

Kennt ihr O’right schon? Fandet ihr meine (zugegebenermaßen ziemlich lange) Review hilfreich?