Hallo ihr Lieben!

Heute folgt nun vor dem Gesamt-Resümee das letzte Wochenfazit. Was leicht anfing, fällt mir mittlerweile richtig schwer. Nicht unbedingt die Umstellung an sich – aber wie stark man sich damit selbst reglementiert. Nun gut, fasten soll ja auch eine Herausforderung für einen selber sein, um seine physischen/psychischen Grenzen auszuloten, Selbstdisziplin zu trainieren und Verzicht zu erfahren. Was bin ich froh, wenn in ein paar Tagen Ostern ist! Bis hierher war es eine spannende Reise und ich hab vieles erfahren, ausprobiert und getestet. Aber so langsam reicht es jetzt auch 😉

Gefühlt mehr Müll als letzte Woche: 1x Feta, 1x Britta Filter, 1x Verpackungsmaterial, 1 Plastiktüte, 1 Chipstüte

Küche/Essen unterwegs:

Hier hat sich vergleichsweise wenig getan. Einziger Fortschritt: die Gemüsefrau kommt wieder! Das ist eine Bäuerin aus dem Umland, die einmal die Woche zu uns in das Viertel kommt (um genau zu sein, Mittwochsmorgens um 8.00h – sie weckt mich kündigt sich immer mit ihrer endlauten Glocke an) und direkt vor meiner Haustür hält. Jedenfalls hat sie viele leckere Sachen aus der Region im Gepäck und man kann mit seinem Stoffbeutel kurz runter gehen und den Wocheneinkauf an Gemüse/Obst noch vor der Arbeit erledigen. Das erleichtert das Einkaufen enorm und freut das plastikfreie Herz 🙂

Ein Haken kristallisiert sich allerdings immer mehr heraus: um plastikfrei einzukaufen lohnt sich oft der Griff zu Großmengen. Also die Großpackung Nudeln/Reis/Käse etc. Für eine Person aber brauche ich so viel Vorrat nicht (und kann ihn auch nicht lagern in meiner Mini-Küche). Zudem habe ich kein Auto, um diese Dinge zu transportieren. Plastikfrei heißt ja z.B. auch keine Tetrapacks an Saft zu kaufen, sondern Flaschen. Am besten gleich einen Kasten, den man zurückgeben kann. Einfach nicht machbar ohne Auto. Ich informiere mich mal, wo/ob man bei mir im Viertel ein Lastenfahrrad mieten kann – das wäre die Lösung!

Haushalt/Hygiene:

Letzte Woche war es soweit: mein Klopapier war alle. Diese Info ist an sich jetzt nicht sonderlich spannend, man könnte sie sogar zu der Kategorie “too much information” stecken – wenn man aber Plastik fastet und kein herkömmliches Klopapier nachkaufen kann, dann…ja dann ist die Frage: “Und was machst du jetzt?” eigentlich ziemlich spannend. Ich hatte mir mehrere Alternativen im Vorfeld angesehen: lose Blätter, Bambusklopapier oder alte Waschlappen, die in einem Essigeimer aufbewahrt wieder gewaschen werden? Soweit bin ich dann doch noch nicht….ich entschied mich wieder für Papier – aber mit einem ökologisch vertretbarem Fußabdruck, Co2 neutral produziert, komplett aus Recyclingpapier, Eco label und Cradle to cradle – Zertifikat. Neben der herkömmlichen Rolle aus der Drogerie mit 100 Blatt hat diese nun 700 Blatt. Sie sollte mir also 7x so lange halten bzw. 7 Rollen Klopapier ersetzen. In einer Packung sind normalerweise 10-12 Rollen – zwei Rollen von dem plastikfreien Klopapier sollten mir also locker reichen. Ich hab auch festgestellt, dass man von diesem nicht automatisch so viel nimmt, da sich die Rolle etwas schwerer drehen lässt. In der Plastikfreien Zone in München gibt es die Rolle einzeln, aber auch im Karton. Ihr könnt auch in deren Online-Shop bestellen. Im Ohne-Laden hab ich sie nur einzeln gesehen. Dort zahlt man für pro Rolle 1,79 €. Das Klopapier, welches ich standardmäßig im dm gekauft hab, hat knapp 3€ gekostet. Es gibt sich also (auf die Menge gerechnet) preislich nichts. Sehr gut!

Ein Punkt, den ich sehr gut finde! Dabei werde ich wahrscheinlich auch bleiben! 🙂

Ansonsten teste ich gerade noch mein selbst gemachtes Reinigungsmittel. Bei der Wäsche hab ich gemerkt, dass stark verschmutzte Teile nicht sauber werden. Aber da muss ich dann vielleicht einfach noch mehr probieren mit der Dosierung…

So, auf zur letzten Woche Plastikfasten!