Hallo ihr Lieben!

Neulich wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte mir das neue Oktoberfest Kochbuch* anzusehen. Da ich aktuelle gerade schlimm im Wiesn-Fieber bin, hatte ich natürlich Lust. Außerdem koche ich gerne und was gibt es schöneres, als sich die Wiesn nach Hause zu holen? Eben!

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An sich finde ich es schön gemacht, es gibt zwischen den Kochrezepten immer kleine Breaks mit Geschichten und Erklärungen zur Wiesn (wie man z.B. richtig auf bayerisch bestellt oder was die Schleifen am Dirndl zu bedeuten haben oder geschichtliches zur Entstehung). Super vor allem für Leute, die nicht aus Bayern sind! Ich bin zwar ein bayerisches Original, aber auch ich hab dort noch das eine oder andere entdeckt.

Von den Rezepten her ist das Buch in drei Teile gegliedert – Vorspeisen, Hauptspeisen, Vegetarisches / Beilagen und Nachtisch.
Die Vorspeisen listen alles auf, was es auch auf der Wiesn gibt. Vom Brotzeitbretterl über den Obatzdn bis hin zur Leberknödelsuppe. Es befinden sich auch viele vegetarische Rezepte darunter, das fand ich gut. Bei der bayerischen Küche kann man zwar eh davon ausgehen, dass viel Fleisch dabei ist, aber es gibt ja wirklich genügend andere Dinge auch, als wie immer den ewig gleichen Braten. Die Rezepte in dieser Kategorie fand ich recht einfach umzusetzen. Definitiv auch für Kochanfänger geeignet!

Bei den Hauptspeisen siehts da aber schon wieder anders aus. Hier werden vor allem die großen Geschütze aufgefahren wie Schweinebraten, Haxn, Hendl und was es sonst noch so auf der Wiesn gibt. Die Gerichte sind deutlich schwieriger, ich hab mich da vorerst nur an den Kartoffelsalat (als Beilage) und den Fisch heran getraut.

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Die Fische wurden gewaschen, gesalzen & gepfeffert und in Mehl gewendet.

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Danach haben wir sie in einem großen Bräter angebraten. Normalerweise mach ich sowas immer im Ofen.

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Und das ist das fertige Gericht – mit den empfohlenen geschmelzten Petersilienkartoffeln

 

Die Nachspeisen bieten dagegen für jeden wieder etwas. Kaiserschmarrn, gebrannte Mandeln, Magenbrot oder Millrahmstrudel. Den Schwierigkeitsgrad würde ich hier bei leicht bis mittel ansetzen.

Insgesamt finde ich das Kochbuch wirklich nett und gelungen – es waren jetzt von den Essens-Kompositionen keine wirklichen Überraschungen dabei, aber das konnte man sich ja eigentlich schon im Voraus denken. Ich denke für Münchner oder Bayern generell ist das Buch eher etwas unspannend, weil man die Gerichte auch so kennt. Aber für Leute, die mit dem Oktoberfest und der bayerischen Küche nichts oder sehr wenig am Hut haben, ist das eine tolle Sache!
Also wenn ihr jemanden habt, der nach Jahren immer noch von der Wiesn schwärmt oder ein Buch über die Grundschmankerl der bayerischen Küche sucht – schenkts ihm doch einfach das Kochbuch hier! Zu beziehen beim DK Verlag oder unter Amazon.

Was meint ihr dazu?

eure
Doro

*PRSample